Wie wir lernen, an uns selbst vorbeizuleben
Shownotes
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Viele Menschen funktionieren. Sie kümmern sich um Familie, Beruf und Alltag – und spüren gleichzeitig, dass etwas fehlt. Doch warum verlieren wir den Kontakt zu uns selbst, obwohl äußerlich oft alles stimmt?
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In dieser Folge erfährst du:
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• warum immer mehr Menschen sich innerlich erschöpft oder leer fühlen
• wie wir lernen können, an uns selbst vorbeizuleben
• weshalb äußere Orientierung den Kontakt zu uns selbst schwächen kann
• warum Erschöpfung oft ein wertvoller Hinweis und kein persönliches Versagen ist
• weshalb bewusste Wahrnehmung der erste Schritt zurück zu dir selbst ist
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Diese Folge eröffnet eine neue Sicht auf die Frage, warum wir uns selbst manchmal aus dem Blick verlieren und warum genau darin der Beginn von Veränderung liegen kann.
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Vielleicht erkennst du hier, warum du dich selbst manchmal aus dem Blick verlierst.
Transkript anzeigen
00:00:00: Kennst du das Gefühl, dass eigentlich alles da ist und dir trotzdem etwas fehlt?
00:00:06: Dass du funktionierst, Verantwortung übernimmst und dein Leben von außen betrachtet gut aussieht.
00:00:12: Und gleichzeitig spürst du, dass etwas in dir immer leiser wird!
00:00:18: Genau darum geht es in dieser Folge.
00:00:21: Herzlich willkommen bei Schamanisch Leben – ich bin Petra Und in diesem Podcast begleite ich dich dabei, Dich selbst und das Leben bewusster wahrzunehmen.
00:00:31: Zusammenhänge zu erkennen und einen eigenen Weg bewusst zu gestalten – so wer zu Dir passt!
00:00:39: Lass uns loslegen und darüber sprechen wie wir lernen an uns selbst vorbeizuleben.
00:00:47: Vielleicht kennst du solche Momente, Momente in denen Du innehältst und Ich fragst, warum geht es mir eigentlich so?
00:00:56: Von außen betrachtet scheint doch alles in Ordnung zu sein.
00:00:59: Das Leben läuft, die Arbeit läuft, Die Familie läuft, der Alltag läuft Und trotzdem ist da etwas Etwas das sich ganz schwer greifen lässt.
00:01:09: Vielleicht eine Müdigkeit, vielleicht eine Unruhe Vielleicht das Gefühl dass etwas fehlt.
00:01:15: Vor einiger Zeit saß eine Frau bei mir im Mentoring.
00:01:18: Ich nenne sie Anna.
00:01:20: Anna kam mit einer Frage.
00:01:22: Sie sagte Ich weiß überhaupt nicht, was mit mir los ist.
00:01:26: Ich werde immer erschöpft und ich bin so oft traurig und manchmal fühle ich mich ganz leer Und ich verstehe einfach nicht warum.
00:01:36: Während sie sprach wurde schnell deutlich Es war vieles da.
00:01:42: Anna hatte einen Beruf den sie gerne ausübte.
00:01:45: Sie verdiente gut!
00:01:46: Sie hatte eine Familie zwei Kinder Ein schönes Zuhause Einen Partner Vieles von dem was wir häufig mit einem gelungenen Leben verbinden und trotzdem fühlte sie sich leer.
00:01:59: Vielleicht kennst du solche Geschichten?
00:02:02: Vielleicht kennste du Menschen, denen es ähnlich geht?
00:02:06: Vielleicht erkennst du sogar etwas von dir selbst darin!
00:02:10: Denn Anna ist kein Einzelfall – im Gegenteil.
00:02:15: Immer mehr Menschen erleben genau das Sie funktionieren, sie kümmern sich.
00:02:21: Sie tragen Verantwortung, sie gestalten ihr Leben und irgendwann stellen sie fest... Irgendetwas stimmt für mich nicht mehr!
00:02:32: Oft beginnt dann eine Suche.
00:02:34: Man versucht herauszufinden woran es liegt.
00:02:37: Vielleicht brauche ich mehr Urlaub?
00:02:39: Vielleicht sollte ich weniger arbeiten?
00:02:42: Vielleicht brauch' ich ein neues Hobby?
00:02:44: Vielleicht muss ich mehr auf mich achten?
00:02:46: Vielleicht sollte ich einfach etwas
00:02:48: verändern?!
00:02:50: All diese Gedanken können durchaus hilfreich sein.
00:02:54: Gleichzeitig habe ich in den vergangenen Jahren etwas Interessantes beobachtet, viele Menschen suchen nach Antworten bevor sie die eigentliche Frage verstanden haben denn häufig geht es gar nicht zuerst darum etwas verändern zu wollen sondern darum zu verstehen wie dieser Zustand überhaupt entstanden ist.
00:03:17: Wie kommt es eigentlich, dass Menschen sich leer fühlen können, obwohl vieles vorhanden ist?
00:03:24: Wie kommt das, dass die Menschen erschöpft sind, obwohl sie erleben scheinbar gut im Griff haben.
00:03:32: Wie kommt man sich nach etwas sehnen, das Sie oft gar nicht benennen können?
00:03:39: Ich glaube diese Fragen sind zunächst wichtiger als viele schnelle Antworten!
00:03:47: Wenn wir als Kinder auf die Welt kommen, begegnen wir dem Leben zunächst sehr unmittelbar.
00:03:54: Wir nehmen wahr!
00:03:55: Wir staunen, spüren und entdecken.
00:03:59: Mit der Zeit lernen wir dann immer mehr darüber wie unsere Welt zu funktionieren hat.
00:04:18: welche Erwartungen an uns gestellt werden.
00:04:21: Und wir lernen, Teil einer Gemeinschaft zu sein – das alles ist wertvoll!
00:04:25: Denn wir Menschen sind soziale Wesen.
00:04:28: Wir leben in Beziehung.
00:04:30: Wir brauchen Gemeinsch, wir brauchen Zugehörigkeit und andere Menschen.
00:04:37: Gleichzeitig geschieht dabei etwas, was häufig kaum bemerkt wird….
00:04:44: Unsere Aufmerksamkeit richtet sich immer starker nach außen.
00:04:50: Was wird von mir erwartet?
00:04:52: Was sollte ich tun, was muss ich noch erledigen?
00:04:55: Was ist der nächste Schritt?
00:04:57: Wie mache ich es richtig?
00:04:59: Wie werde ich den Anforderungen gerecht?
00:05:01: Diese Fragen begleiten viele Menschen über Jahre – manchmal über Jahrzehnte!
00:05:07: Und je mehr Aufmerksamkeit nach außen geht, desto weniger Raum bleibt oft für eine andere Frage.
00:05:15: Wie geht es mir?
00:05:18: Nicht wie sollte es mir gehen!
00:05:21: Nicht wie müsste es mehr gehen sondern... Wie geht's mir
00:05:26: wirklich?!
00:05:28: Diese Frage wirkt zunächst einfach und doch fällt es vielen Menschen schwer darauf zu antworten.
00:05:36: Sie machen nichts falsch.
00:05:38: Sie haben einfach kaum gelangt, sich diese Frage zu stellen und darauf zu antworten.
00:05:45: Viele Menschen können sehr gut wahrnehmen was andere brauchen – sie spüren sofort wenn jemand Unterstützung benötigt!
00:05:52: Sie merken wenn Spannungen entstehen, sie erkennen Erwartungen, sie reagieren auf Anforderungen.
00:05:59: doch die Wahrnehmung dessen was im eigenen Inneren geschieht erhält oft deutlich weniger Aufmerksamkeit.
00:06:08: Und genau hier beginnt aus meiner Sicht etwas, dass viele Menschen als Erschöpfung oder Lehre erleben.
00:06:16: Denn Menschen leben nicht allein von Sicherheit, nicht allein vom Besitz, nicht alleine von Erfolgen.
00:06:23: Menschen leben auch von etwas anderem – von dem Gefühl mit sich selbst verbunden zu sein!
00:06:31: Von dem Gefühl dass das eigene Leben stimmig ist.
00:06:36: Von dem Gefühl, dass das was sie tun in Beziehung zu dem steht, was ihnen wirklich wichtig ist.
00:06:47: und vielleicht ist genau das ein Gedanke den du heute einmal mitnehmen möchtest.
00:06:54: Vielleicht entsteht innere Lehre nicht immer dadurch, dass etwas fehlt?
00:07:00: Vielleicht entstehen Sie manchmal dort wo die Beziehung zu dem, was uns wirklich wichtig ist immer weniger Raum erhält.
00:07:10: An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf etwas das in unserer Gesellschaft häufig wenig Beachtung findet!
00:07:19: Wir sprechen viel über Ziele – über das, was wir erreichen möchten, über das nächste Projekt den nächsten Schritt, die nächste Herausforderung, den nächsten Erfolg und Ziele können hilfreich sein.
00:07:34: Sie geben Orientierung, sie können Entwicklung ermöglichen.
00:07:38: Doch unter den Zielen liegt häufig noch etwas anderes – etwas viel Grundsätzlicheres!
00:07:46: Unsere Werte.
00:07:49: Werte beschreiben das was einem Menschen wirklich wichtig ist, was ihn leitet Zum Beispiel Freiheit, Verbundenheit, Lebendigkeit, Ehrlichkeit, Kreativität, Mitgefühl, Behaftigkeit.
00:08:03: Jeder Mensch hat seine eigene Ausrichtung, seine eigenen Werte und häufig zeigt sich etwas Interessantes.
00:08:12: Menschen können viele Ziele erreichen und sich trotzdem nicht erfüllt fühlen.
00:08:18: Das ist nicht so weil die Ziele falsch wären sondern weil zwischen dem was sie leben Und dem, was ihnen eigentlich wichtig ist immer weniger Verbindung besteht.
00:08:31: Vielleicht kennst du das?
00:08:33: Du reichst etwas worauf du lange hingearbeitet hast und für einen kurzen Moment ist Freude da!
00:08:41: Vielleicht erleichterung vielleicht stolz... ...und dann kommt erstaunlich schnell die nächste Frage.
00:08:48: Und
00:08:48: jetzt?!
00:08:56: Das Leben bewegt sich weiter.
00:08:58: Viele Menschen verbringen Jahre damit, den Anforderungen ihres Lebens gerecht zu werden und irgendwann stellen sie fest ich weiß gar nicht mehr was mir selbst eigentlich wichtig ist.
00:09:15: Ich weiß was von mir erwartet wird!
00:09:17: Ich weiß etwas getan werden muss!
00:09:20: Ich weiss was andere brauchen aber ich weiß kaum noch was mich lebendig macht.
00:09:28: Und genau dort beginnt für viele Menschen die Suche.
00:09:32: Oft wird diese Suche zunächst als Krise erlebt, also Schöpfung, als Orientierungslosigkeit, als innere Lehre – manchmal auch als Sinnfrage!
00:09:43: Warum mache ich das alles eigentlich?
00:09:46: Wofür stehe ich?
00:09:47: Was ist mir wirklich
00:09:49: wichtig?!
00:09:50: Aus meiner Sicht sind das keine unangenehmen Störungen, die möglichst schnell beseitigt werden sollten.
00:09:57: Häufig zeigen sich darin wertvolle Hinweise.
00:10:01: Etwas möchte in der Wahr genommen werden – etwas möchte wieder in Beziehung kommen!
00:10:08: Vielleicht kennst du das Bild eines Navigationssystems?
00:10:12: Wenn wir unterwegs sind und uns verfahren, beginnt das Navigationssystem nicht damit zu verurteilen.
00:10:20: Es sagt nicht du bist falsch!
00:10:21: Du hast versagt!
00:10:23: Es meldet sich einfach es zeigt an... ...du befindest dich gerade an einem anderen Ort als ursprünglich vorgesehen Und nun darf neu geschaut werden.
00:10:35: In ähnlicher Weise können auch Erschöpfung Leere oder Orientierungslosigkeit verstanden werden.
00:10:42: Sie sind nicht automatisch das Problem.
00:10:46: Oft weisen sie auf etwas hin, auf eine Beziehung die Aufmerksamkeit möchte, auf einen Wert der gelebt werden möchte – auf einen Teil von uns selbst, der lange wenig Raum hatte!
00:11:02: Aus schamanischer Sicht beginnt jede Veränderung mit Wahrnehmung, mit bewusster Wahrnehnung.
00:11:08: Nicht mit Handlung!
00:11:09: Nicht mit Optimierung!
00:11:11: Nicht der nächsten Methode!
00:11:13: Es beginnt mit Wahrnehmen.
00:11:15: Mit der Bereitschaft hinzuschauen und sich selbst wieder zu begegnen.
00:11:22: Denn bevor wir verstehen können was wir brauchen dürfen wir zunächst wahrnehmen was überhaupt da ist.
00:11:31: Bevor wir neue Möglichkeiten erkennen können, dürfen wir verstehen wie unser bisheriger Weg entstanden ist.
00:11:40: Und bevor wir etwas verändern, dürfen wieder in Beziehung kommen zu uns selbst, zu unserem Erleben und dem was uns bewegt.
00:11:52: Vielleicht ist das der eigentliche Beginn von bewusster Menschsein?
00:11:56: Nicht die perfekte Antwort, nicht die perfette Entscheidung.
00:12:01: Es ist die Bereitschaft sich selbst wieder zuzuhören, sich wahrzunehmen.
00:12:07: Wenn ich heute auf Gespräche wie das mit Anna zurückblicke dann sehe ich etwas sehr berührendes.
00:12:15: Menschen kommen häufig mit dem Gefühl dass etwas mit ihnen nicht stimmt Und oft entdecken sie im Laufe ihres Weges mit mir dann etwas ganz anderes, dass Sie sich selbst über viele Jahre immer weniger wahrgenommen haben.
00:12:34: Dass Ihre Aufmerksamkeit vor allem im Außen gebunden war und dass Sie sehr viel Verantwortung getragen haben – und das die Beziehung zu sich selbst dabei immer stiller und stiller geworden ist.
00:12:49: Diese Erkenntnis verändert noch nicht sofort das Leben, aber sie verändert die Perspektive und manchmal beginnt genau dort etwas Neues.
00:13:02: Dazu muss nicht alles anders werden!
00:13:04: Das Leben muss nicht umgekrempelt werden – es wird wieder sichtbar was lange übersehen wurde.
00:13:12: Das, was schon da ist, das, was wir in uns tragen.
00:13:18: zum Abschluss Möchte ich dir deshalb eine Frage mitgeben?
00:13:23: Keine Aufgabe, keine Technik, keine Methode.
00:13:27: Nur eine Frage!
00:13:31: Wenn heute Abend für einen Moment Ruhe bei dir eingekehrt ist – was in deinem Leben erhält gerade besonders viel Aufmerksamkeit und was erhält vielleicht schon lange kaum noch Raum?
00:13:49: Und dann gibt dir einen Moment Zeit, spür hin.
00:13:53: Vielleicht zeigt sich eine Antwort?
00:13:55: Vielleicht auch nur ein Gefühl?
00:13:56: Vielleicht nur ein kleiner Hinweis?
00:13:59: Alles davon kann ein Anfang für dich sein!
00:14:04: Ich wünsche dir jetzt viele Momente bewusster Wahrnehmung und ich freue mich wenn wir uns in der nächsten Folge wieder begegnen.
00:14:13: Bis dahin alles Liebe Petra.
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