Was haben Kässpätzle mit Schamanismus zu tun?

Shownotes

Was haben Kässpätzle mit Schamanismus zu tun?

Auf den ersten Blick eher wenig. Und genau deshalb eignen sie sich wunderbar, um zu zeigen, was schamanisch leben mitten im Alltag bedeuten kann.

In dieser Folge schauen wir gemeinsam auf etwas so Vertrautes wie Kochen und Essen: Woher kommen die Lebensmittel, die vor uns liegen? Was nehmen wir überhaupt noch bewusst wahr? Und was verändert sich, wenn wir uns selbst wieder stärker als Teil einer lebendigen und verbundenen Welt erleben?

Denn der schamanische Gedanke „Alles ist belebt, beseelt und verbunden“ gehört für mich nicht nur in Rituale oder schamanische Reisen. Er kann auch darin erfahrbar werden, wie wir der Welt jeden Tag begegnen.
Und das kann auch beim Zwiebelschneiden sein.

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00:00:00: Was haben Cashpätzle mit Schamanismus zu tun?

00:00:05: Diese Frage klingt im ersten Moment vielleicht ein bisschen seltsam für dich, weil bei Schamanismos denken wir ja eher an was ganz anderes.

00:00:14: Man eine Trommel und eine schamanische Reise, vielleicht an einen Krafttier, ein Ritual oder in einem besonderen Ort in der Natur – aber Cashpätzle gehören doch eher in die Küche!

00:00:28: trotzdem möchte ich heute genau dort mit dir anfangen, bei einer Schüssel Käschbetzle mitten in der Küche.

00:00:36: Denn an so etwas alltäglichem lässt sich ganz einfach zeigen was Ich meine wenn ich von shamanisch Leben spreche und es wird auch deutlicher warum Shamanismus für mich mehr ist als einfach einzelne Methoden anzuwenden.

00:00:52: Hi, ich bin Petra und in meinem Podcast begleite ich dich dabei, dich selbst um das Leben bewusster wahrzunehmen.

00:01:00: Zusammenhänge zu erkennen und einen eigenen Weg ganz bewusst zu gestalten so wie er zu dir passt!

00:01:09: So jetzt gehen wir wieder zu den Käspätzle.

00:01:13: dafür brauchen wir erst einmal eine Küche deine Küche.

00:01:18: und dann stell dir vor du möchtest Käspätze machen.

00:01:22: Wie gehst du da normalerweise vor?

00:01:25: Vielleicht kaufst Du zuerst Mehl, Eier, Käse und Zwiebeln.

00:01:29: Du gehst also in den Supermarkt, nimmst die Zutaten aus dem Regal legst in Dein Einkaufswagen, bezahlst und fährst wieder nach Hause Und kurz danach stehen die Lebensmittel auf der Arbeitsplatte In Deiner Küche.

00:01:43: Ja das ist dann eigentlich wie immer.

00:01:46: Das ist so vertraut dass wir uns darüber höchstwahrscheinlich kaum mehr Gedanken machen.

00:01:52: Heute wollen wir nochmal genauer hinschauen.

00:01:56: Nehmen wir zum Beispiel die Zwiebel.

00:02:00: Sie lag eben noch in einem Netz im Supermarkt, jetzt liegt sie vor dir auf dem Schneidebrett.

00:02:06: du brauchst sie ja für deine Kässpätzle.

00:02:09: Du schälst sie schneidest sie und prätzt sie an.

00:02:12: das ist der vertraute Ablauf!

00:02:15: Und jetzt nochmal genau drauf geschaut einen Moment länger hingeschaut Dann entdecken wir etwas, das im Alltag leicht aus unserem Blick verschwindet oder in den Hintergrund tritt.

00:02:29: Diese Zwiebel ist gewachsen!

00:02:31: Sie war einmal an der Erde – sie brauchte Wasser, Licht, Boden und auch Zeit.

00:02:38: Und es hat sich auch jemand angebaut, jemand hat sie gearmtet.

00:02:41: Sie wurde dann sortiert, verpackt, transportiert und schließlich in den Laden gebracht, indem du sie gekauft hast.

00:02:50: Jetzt blieb sie in deiner Küche.

00:02:53: Auf einmal wird hinter dieser Zwiebel ein ganzer Zusammenhang sichtbar, dasselbe können wir auch mit dem Mehl machen oder mit den Eiern oder beim Käse – da war ja ganz am Anfang ein Tier!

00:03:07: Bis also diese wenigen Zutaten gemeinsam auf Deiner Arbeitsplatte liegen ist ganz schön viel passiert.

00:03:16: Menschen haben all das angebaut oder die Tiere versorgt, geerntet verarbeitet transportiert und verkauft.

00:03:25: Das ist schon erstaunlich wenn wir darüber nachdenken.

00:03:29: für eine einzige Mahlzeit kommt unglaublich viel zusammen Natur, Tiere, Menschen Arbeit Zeit Transportwege Erfahrungen und Wissen Und natürlich du selbst wie Du aus All dem jetzt etwas zubereitest.

00:03:50: Eine schamanische Perspektive öffnet diesen Blick und den Zusammenhang darin noch ein Stück weiter!

00:03:59: Eine scharmanische Sicht auf die Welt geht davon aus, dass alles belebt-, beseelt-und verbunden ist – diesen Satz kennst du vielleicht schon von mir?

00:04:09: Der klingt zunächst etwas groß fast wie eine Aussage über die ganze Welt Und das ist er natürlich auch.

00:04:17: Spannend wird es, wenn wir ihn aus dieser großen Dimension herausholen und mitten auf unser Küchenbrett legen!

00:04:27: Was bedeutet?

00:04:29: Alles ist belebt, beseelt und verbunden, wenn ich gerade eine Zwiebelschneide.

00:04:36: Na ja da könnte dann vielleicht schon die Frage auftauchen soll ich mich jetzt künftig mit meiner Zwiebel unterhalten?

00:04:44: Keine Sorge, du darfst beruhigt weiter deine Käspätzle kochen.

00:04:49: Die Zwiebel braucht auch kein eigenes Ritual bevor sie in die Pfanne kommt!

00:04:54: Der Gedanke dahinter ist viel einfacher.

00:04:58: Wir nehmen einfach wieder bewusster wahr womit wir es gerade zu tun haben.

00:05:06: Das ist manchmal tricky, denn vieles in unserem Alltag ist uns ja so vertraut dass unsere Aufmerksamkeit kaum noch dorthin geht.

00:05:18: Wir öffnen zum Beispiel den Kühlschrank und Lebensmittel sind da wir drehen den Wasserhahn auf und Wasser fließt!

00:05:26: Wir drücken einen Schalter und Licht geht an Wir nehmen unser Handy in die Hand, wir setzen uns auf ein Stuhl.

00:05:33: Wir gehen hinaus und laufen an Bäumen

00:05:36: vorbei.".

00:05:38: Diese Selbstverständlichkeit ist auch sehr, sehr wichtig für uns!

00:05:43: Sie hilft uns unseren Alltag zu bewältigen.

00:05:48: Wir können jedoch auch gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit immer wieder für einen Moment auf das richten was uns umgibt – wie wir das machen?

00:06:00: Wir können einfach etwas länger hinschauen und wahrnehmen, was ist da eigentlich?

00:06:08: Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt.

00:06:12: Gerade wenn wir anfangen uns mit Schamanismus zu beschäftigen verbinden wir ja mit Wahrnehmung häufig etwas Außergewöhnliches eine besondere Energie, eine Botschaft oder eine Antwort auf eine Frage.

00:06:26: Etwas wahrzunehmen beginnt für mich aber schon viel, viel früher.

00:06:32: Wenn ich sehe höhere Rieche fühle und wenn ich schmecke – und mir braucht es zunächst auch gar nicht!

00:06:39: Denn Wahrnehmung geht für mich immer einer Deutung voraus.

00:06:45: Wenn Ich also die Zwiebel in meiner Hand halte, kann ich zunächst ganz einfach bewusst wahrnehmen wie sie sich anfühlt ihre Oberfläche, ihr Gewicht, ihren Geruch und vielleicht kann ich dann sogar noch etwas Erde an ihrer Schale sehen.

00:07:03: Für einen kleinen Moment bekommt dann etwas für meine Aufmerksamkeit das eben noch ganz selbstverständlich auf dem Schneidebrett lag – die Zwiebel!

00:07:17: Und dadurch geschieht etwas sehr Schönes.

00:07:20: Ich kann der Zwieel viel bewusster begegnen.

00:07:24: Das klingt zunächst nach so einem klitzekleinen Unterschied.

00:07:28: Doch genau dieser kleine, klitzecleine Unterschied ist so interessant!

00:07:33: Denn aus dem Moment in dem ich die Zwiebel ganz bewusst wahrnehme kann eine Begegnung entstehen und aus dieser Begegenung kann eine beziehung entsteht.

00:07:46: Und eine Beziehung beginnt dort wo wir den Gegenüber überhaupt wahrnehmen.

00:07:51: Das gibt für Menschen, für Tiere, für Pflanzen und für alle Wesenheiten – für die Natur.

00:07:58: Innerhalb einer schamanischen Weltsicht können wir diese Perspektive jetzt noch ein Stückchen weiter öffnen!

00:08:07: Wenn alles belebt, beseelt und verbunden ist, leben wir ja innerhalb eines großen Geflechts von Beziehungen.

00:08:16: Und wir – wir selbst sind dann ein Teil davon!

00:08:20: Die Zwiebel wird trotzdem weiterhin geschnitten, die Kähe der Käse wird gerieben und am Ende werden die Kässpätzle dann hoffentlich so richtig gut schmecken.

00:08:31: Was ich dadurch verändern kann, Wie wir dem begegnen, womit wir gerade umgehen?

00:08:40: Also womit wird uns gerade beschäftigen.

00:08:43: Und genau an dieser Stelle kommen wir dem noch ein Stückchen näher was Schamanisch-Leben für mich bedeutet.

00:08:51: Wir begegnern der Welt und gleichzeitig wirken wir auf sie ein.

00:08:57: Wir entscheiden, was wir kaufen.

00:09:00: Wir entscheiden wie wir mit etwas umgehen.

00:09:03: Wir schneiden die Zwiebel, reiben den Käse, rühren den Teig und bereiten daraus dann die Mahlzeit für uns zu.

00:09:11: Wir selbst bringen ebenfalls etwas mit!

00:09:16: Das ist unsere Aufmerksamkeit, unsere Stimmung, unsere Haltung, unsere Intention.

00:09:23: Vielleicht kennst du den Unterschied, den ich da meine aus deinem eigenen Alltag.

00:09:29: An einem Tag kommst Du spät nach Hause und Du willst kochen weil Du hungrig bist!

00:09:36: Und deshalb sollte es auch ganz schnell gehen.

00:09:39: Du stehst den Topf auf den Herd und möchtest einfach möglichst schnell etwas essen.

00:09:45: An einem anderen Tag kochst du vielleicht für Menschen, die dir wichtig sind.

00:09:50: Du hast dich darauf gefreut!

00:09:51: Du hast dir Zeit genommen, hast eingekauft und bereitest das Essen gerne

00:09:57: zu.".

00:09:58: Das Rezept kann in beiden Situationen dasselbe sein – die Zutaten können dieselben sein – und trotzdem fühlen sich diese beiden Situationes anders an?

00:10:09: Ja eben weil du auch ein Teil dessen bist was gerade geschieht.

00:10:16: Wenn wir von Intention sprechen, klingt das schnell nach etwas.

00:10:20: Oh!

00:10:20: Das müssen wir jetzt bewusst festlegen so als müssten wir uns vor dem Kochen überlegen mit welcher Intention bereite ich denn jetzt die Kässpätzle zu?

00:10:30: Das könnten wir natürlich auch machen wenn wir wollen.

00:10:33: Spannender finde ich jedoch zunächst eine ganz andere Frage was bringe ich ohnehin schon in diese Situation mit?

00:10:44: In der ersten Sitzung wäre es bei mir vielleicht meine Ungeduld, meine Müdigkeit und vielleicht bin ich noch gedanklich beim Gespräch das in der Arbeit stattgefunden hat oder sogar mein Ärger dass sich jetzt auch noch was kochen muss.

00:11:02: In der zweiten Situation wäre es bei mir vielleicht eher, meine Freude auf die Menschen gegleich mit mir am Tisch setzen werden.

00:11:10: Meine Fürsorge für sie und auch noch einfach meine Liebe fürs Kochen.

00:11:17: All das ist bereits da!

00:11:19: Und wir können es wahrnehmen.

00:11:21: Auch hier beginnt es wieder mit diesem einfachen Schritt.

00:11:24: Bewusst wahrnehmen was gerade geschieht.

00:11:30: In der schamanischen Arbeit spielt Intention ja sowieso eine wichtige Rolle.

00:11:36: Wir tun dabei etwas mit einer ganz bestimmten Ausrichtung, wir wissen zum Beispiel weshalb wir ein Ritual durchführen oder auch mit welcher Intention wir in eine schamanische Arbeit gehen.

00:11:50: Genau diese bewusste Ausrichtungen können wir auch in unseren Alltag mitnehmen!

00:11:56: Denn mit Haltung, die wir für uns wählen, wirken wir den ganzen Tag in die Welt hinein.

00:12:03: Das ist die Art wie wir mit jemandem sprechen, wie wir zum Beispiel mit einem Tier umgehen und einen Raum betreten oder etwas zubereiten.

00:12:13: Wie wir etwas wegwaufen und natürlich auch wie wir selbst umgehen.

00:12:20: Unsere Beteiligung ist da!

00:12:23: Bewusste Wahrnehmung macht sie für uns einfach sichtbarer.

00:12:28: Und an dieser Stelle ist mir etwas wichtig, diese Aufmerksamkeit bedeutet nicht dass wir unseren Alltag besonders gut oder besonders shamanisch gestalten müssten.

00:12:41: Ja, denn dann hätten wir ganz schnell eine neue Liste.

00:12:46: Bewusster einkaufen, aufmerksamer kochen und auch noch dankbare Essen!

00:12:51: Jedes Lebensmittel wertschätzen und ja auch noch die eigene Intention überprüfen und dabei möglichst vollkommen präsent sein.

00:13:00: Das wäre dann ziemlich anstrengend.

00:13:02: Unchamanisch Leben ist für mich überhaupt kein Optimierungsprogramm.

00:13:07: unser Alltag Der darf einfach Alltag bleiben.

00:13:11: Wir dürfen auch hungrig sein, wir dürfen auch müde sein und wir durften auch zulassen dass unsere Gedanken mal ganz woanders sind!

00:13:21: Und manchmal muss das Essen natürlich auch einfach schnell auf den Tisch.

00:13:26: Auch das gehört zu unserem Leben.

00:13:29: Schamanischleben eröffnet uns die Möglichkeit mitten in diesem Alltag immer wieder bewusster wahrzunehmen.

00:13:38: Vielleicht ist es heute die Zwiebel und morgen etwas ganz anderes.

00:13:44: Es ist einfach so, dass für einen Moment etwas unsere Aufmerksamkeit bekommt – das eben noch ganz selbstverständlich zu unserem Tagesablauf gehörte!

00:13:56: Und dadurch kann diese Begegnung entstehen.

00:14:00: Für mich liegt darin ein wesentlicher Unterschied zwischen einer Vorstellung von Stammanismus und wie es immer mehr zu einem Teil meines eigenen Lebens wird.

00:14:15: Tja, dieses alles ist belebt, beseelt und verbunden – wenn wir das was in diesem Satz vorhanden ist im eigenen Alltag erfahren enthält er eine ganz neue Intention und Qualität!

00:14:30: Dann entdecken wir diese Verbundenheit in ganz konkreten Situationen, beim Kochen, beim Essen.

00:14:37: In der Begegnung mit einem Tier, mit einem Menschen und einer Pflanze – mit einem Ort!

00:14:45: Und wir nehmen etwas für mich sehr Eindrückliches wahr.

00:14:50: Die Verbindung entsteht dabei nicht erst durch unsere Aufmerksamkeit.

00:14:56: Sie ist bereits da!

00:14:59: Sie ist bereits vorhanden.

00:15:02: Unsere Wahrnehmung lässt sie für uns wieder sichtbarer und greifbarer werden, und damit kann sich dann auch verändern wie wir uns selbst innerhalb dieser Welt erleben.

00:15:15: Wir stehen ja nicht einfach gegenüber dieser Welt!

00:15:19: Wir sind ein Teil von ihr.

00:15:22: In der Natur können wir das oft viel deutlicher erfahren.

00:15:28: Wenn wir zum Beispiel an einem Bach sitzen unter einem großen Baum stehen oder irgendwo im Wald den Wind in den Blättern hören, dann fällt es uns leichter diese Verbundenheit wahrzunehmen.

00:15:43: Doch dieser lebendige Welt begleitet uns auch wieder zurück nach Hause – sie endet nicht an unserer Haustür!

00:15:52: Sie liegt als Zwiebel auf unserem

00:15:55: Schneidebrett.".

00:15:57: als Mehl in der Schüssel, als Käse auf der Arbeitsplatte.

00:16:02: Sie begegnet uns im Wasser, das aus unserem Wasserhahn fließt und – das Wichtigste!

00:16:09: Und wir selbst gehören ebenfalls zu dieser lebendigen Welt.

00:16:14: Vielleicht ist gerade das eine der spannendsten Erfahrungen in einer schamanischen Sicht auf die Welt?

00:16:23: Die Verbundenheit mit der Welt gehört zu unserem Leben, überall dort wo wir gerade sind.

00:16:31: Genau deshalb gehören für mich schamanische Praxis und schamanisch Leben zusammen!

00:16:38: Eine schamanliche Reise kann uns Erfahrungen ermöglichen die uns neue Wahrnehmungsräume eröffnen.

00:16:46: Ein Ritual kann für uns einen Raum schaffen, in dem wir einem Thema auf eine ganz besondere Weise begegnen.

00:16:55: Aber irgendwann ist die Reise zu Ende – das Rituaal ebenfalls!

00:17:00: Unser Leben, das geht weiter, unser Alltag geht weiter und genau in unserem Alltag zeigt sich welchen Platz unsere shamanischen Erfahrungen darin bekommen.

00:17:13: Es kann sich etwas in unserer Wahrnehmung verändern.

00:17:18: oder wir begegnen in bestimmten Situationen anders, oder wir entdecken Zusammenhänge die uns vorher entgangen sind.

00:17:27: So kann das was wir in einer schamanischen Erfahrung erleben nach und nach seinen Weg in unseren Alltag finden!

00:17:38: Und für mich liegt genau darin eine wesentliche Verbindung zwischen schamanischer Praxis und schamanisch Leben.

00:17:47: So, jetzt kommen wir aber noch einmal zurück zu unseren Kässpätzle.

00:17:53: Äußerlich hat sich wahrscheinlich wenig verändert!

00:17:56: Da stehen noch immer Mehl, Eier und Käse.

00:17:58: die Zwiebeln werden geschnitten der Teig wird gemacht und wenn du deine Spätzle selbst schabst wartet möglicherweise noch ein bisschen Arbeit auf dich.

00:18:08: Am Ende steht auf jeden Fall ein Essen auf dem Tisch.

00:18:12: Der Unterschied liegt in der Art, wie du diese Tätigkeit erlebst.

00:18:19: Vielleicht hast du für einen Moment wahrgenommen woher die Lebensmittel kommen oder dir es aufgefallen, wie viele Wesenheiten daran beteiligt waren dass sie heute bei dir sind?

00:18:33: Oder du hast bemerkt mit welcher Stimmung du selbst in der Küche stehst!

00:18:39: Oder du hast einfach den Geruch der Zwiebeln wahrgenommen, während sie in der Pfanne langsam braun werden.

00:18:46: Genau das ist es!

00:18:49: Schamanisch Leben bedeutet dem alltäglichen Wiederaufmerksammer zu begegnen Und genau das kannst Du mit in Dein Alltag nehmen.

00:19:01: Vielleicht probierst Du es gleich morgen früh aus.

00:19:04: Wie ist denn so dein morgendliches Aufstehen?

00:19:07: Stehst du auf und gehst dann ins Bad.

00:19:09: Machst du dir einen Kaffee oder Tee?

00:19:12: Danach öffnest du vielleicht die Haustür, steigst in das Auto oder gehst zur Arbeit.

00:19:17: Das ist dein Vertrauter morgen.

00:19:20: Und jetzt stell dir den selben Morgen noch einmal vor Ganz bewusst Wie wenn es geschehen würde.

00:19:29: Du stehst auf und gehst ins Bad bürst das Wasser auf deiner Haut und du nimmst auch wahr, wie selbstverständlich es aus dem Wasserhahn fließt und dir zur Verfügung steht.

00:19:41: Dann machst du dir einen Kaffee!

00:19:45: Du riechst sein Duft vielleicht fällt ein Blick auf das Wasser die Kaffeebohnen na vielleicht sind es auch Teblätter Und für einen Moment wird dir bewusst was alles zusammenkommt damit du am Morgen diese Tasse in deinen Händen halten kannst.

00:20:03: Und dann entöffnest du die Haustür.

00:20:06: Du spürst die Luft draußen, du bemerkst ob sie warm oder kühl ist.

00:20:11: vielleicht hörst doch ein Vogel oder dein Blick fällt auf das Licht dieses Morgens.

00:20:16: Dann machst du dich auf den Weg zur Arbeit und vielleicht fällt dir dort etwas auf an dem du sonst jeden Morgen vorbeikommst Ein Baum, ein Haus, ein Weg.

00:20:27: Der Ablauf deines Morgends ist derselbe Und gleichzeitig nimmst du mehr von dem wahr, was längst schon dazugehört hat.

00:20:38: Es wird für dich spürbarer!

00:20:40: Es wird for die spürbare, was in einer schamanischen Weltsicht eine wichtige, eine ganz wichtige Rolle spielt.

00:20:49: Du bist Teil dieser Welt – das Wasser, das du benutzt, die Lebensmittel, die dich nähern wie Luft, die du spürst, die Wesenheiten, denen du begegnest.

00:21:00: All das gehört zu einem Geflecht von Beziehungen, in dem du ebenfalls deinen Platz hast.

00:21:08: Unsere bewusste Wahrnehmung kann dieses Verbundensein wieder deutlicher erfahrbar machen.

00:21:15: Dafür braucht es keinen besonderen Ort – Es geschieht mitten in deinem Leben!

00:21:21: Und das kann dann auch die Antwort auf unsere Frage vom Anfang sein.

00:21:27: Was haben Kehspätzle mit Schamanismus zu tun?

00:21:31: Erst einmal sind Kehspezle einfach Kehspezle und gleichzeitig können sie uns etwas zeigen!

00:21:39: Eine schamanische Sicht auf die Welt begleitet uns überall dorthin, wo unser Leben stattfindet in die Natur, in unsere Beziehungen an unseren Arbeitsplatz und eben auch in unsere Küche.

00:21:54: Und manchmal beim Zwiebelschneiden!

00:21:56: Genau diese Verbindung zwischen schamanischer Erfahrung und dem eigenen Leben ist auch ein wichtiger Teil unserer schamanischen Jahresausbildung.

00:22:07: Wenn du jetzt in den nächsten Tagen irgendwann etwas tust dass du schon hundert oder tausendmal getan hast, dann schau für einen Augenblick etwas genauer hin.

00:22:21: Vielleicht entdeckst du etwas das die ganze Zeit da war und dir bisher einfach nicht aufgefallen ist?

00:22:29: Das Wasser auf deiner Haut der Duft des Cafés, die Luft vor deiner Haustür oder eine Zwiebel auf deinem Schneidebrett.

00:22:40: Und vielleicht erinnerst du dich dann an unsere Kässpätzle und was Schamanisch Leben mit all diesen kleinen, so selbstverständlichen Dingen in deinem Leben zu tun hat.

00:22:54: Dann freue ich mich natürlich wenn Du bei der nächsten Folge wieder dabei bist beim Schamanischen Leben!

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