Welche Rolle spielst du eigentlich in deinem Leben?

Shownotes

Warum reagieren wir bei manchen Menschen ganz anders als bei anderen? Weshalb übernehmen wir fast automatisch Verantwortung, passen uns an oder versuchen, es allen recht zu machen?

In dieser Folge geht es um die Rollen, die wir im Laufe unseres Lebens übernehmen – oft so selbstverständlich, dass wir sie für einen Teil unserer Persönlichkeit halten.

Du erfährst,
• wie Rollen bereits in der frühen Kindheit entstehen,
• warum Familie und Kultur sie gemeinsam prägen,
• weshalb viele Rollen ursprünglich hilfreich waren,
• und wie bewusste Wahrnehmung neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.

Vielleicht erkennst du dabei, dass viele deiner Rollen eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte darüber, wie du gelernt hast, mit dem Leben und anderen Menschen in Beziehung zu sein.

Manchmal beginnt eine neue Freiheit mit einer einfachen Frage: Welche Rolle übernehme ich gerade – und fühlt sie sich heute noch stimmig an?

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00:00:00: Herzlich willkommen bei Schamanisch Leben.

00:00:03: Ich bin Petra und in diesem Podcast begleite ich dich dabei, dich selbst um das Leben bewusster wahrzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen und deinen eigenen Weg bewusst dazu gestalten so wie es zu dir passt.

00:00:18: Schön dass du heute mit dabei bist!

00:00:22: Vielleicht kennst Du das?

00:00:24: Du besuchst deine Eltern, eigentlich ist alles wie immer.

00:00:28: Ihr trinkt gemeinsam einen Kaffee und erhaltet euch über das was gerade so los ist – und trotzdem passiert etwas Merkwürdiges!

00:00:37: Obwohl du längst erwachsen bist, fühlst du dich plötzlich wieder wie früher.

00:00:42: Vielleicht erklärst du Dich mehr als eigentlich nötig wäre?

00:00:46: Vielleicht möchtest du alles richtig machen?

00:00:48: Vielleicht ärgerst du dich über eine Bemerkung stärker, als du es selbst erwartet

00:00:53: hättest?!

00:00:54: Es genügt manchmal eine vertraute Situation, damit sich etwas in dir verändert.

00:01:01: Vielleicht kennst du das auch aus anderen Bereichen?

00:01:05: Im Beruf bist du ganz klar und triffst Entscheidungen.

00:01:09: zu Hause übernimmst du ganz selbstverständlich alles was erledigt werden muss.

00:01:15: im Freundeskreis hörst du oft zuerst den Anderen zu und in deiner Partnerschaft sorgst Du dafür dass Harmonie erhalten bleibt.

00:01:24: Je nachdem, mit welchen Menschen wir zusammen sind zeigen sich oft ganz unterschiedliche Seiten von uns.

00:01:31: Und genau darüber möchte ich heute mit ihr sprechen – über die Rollen, die wir im Laufe unseres Lebens übernehmen!

00:01:40: Denn viele dieser Rollen begleiten uns schon so lange, dass wir sie kaum noch wahrnehmen.

00:01:46: Sie fühlen sich ganz selbstverständlich an, so selbstverständlig das wir irgendwann glauben genau so zu sein.

00:01:56: Dabei lohnt es sich, einen Moment innezuhalten!

00:02:00: Den Rollen gehören zum Leben.

00:02:03: Jeder Mensch übernimmt sie als Tochter oder Sohn, als Mutter oder Vater, als Partnerin oder Partner, als Kollegin, als Freundin, als Nachbar – Sie helfen uns auch miteinander zu leben.

00:02:16: Sie geben uns Orientierung.

00:02:18: Spannend wird das jedoch wenn wir vergessen dass es Rollens sind wenn aus einer Rolle eine Selbstbeschreibung wird.

00:02:28: Wenn wir irgendwann sagen, na so bin ich eben!

00:02:33: Dabei lohnt sich eine kleine Frage – warst du wirklich schon immer so?

00:02:40: Oder hast du im Laufe deines Lebens gelernt dich auf eine bestimmte Weise zu verhalten?

00:02:47: Diese Frage ändert den Blick Denn sie öffnet einen Raum zwischen dem was wir tun und dem, was wir sind.

00:02:57: Und genau in diesem Raum beginnt häufig etwas Neues.

00:03:02: Vielleicht hast du schon einmal erlebt das jemand zu dir gesagt hat früher warst du ganz anders.

00:03:09: solche Sätze überraschen uns oft denn wir erleben uns selbst meist als konstant.

00:03:14: Dabei verändern wir uns ständig.

00:03:17: Je nachdem mit wem wir zusammen sind, je nach dem welche Situation uns begegnet und je nachdem welche Rolle wir in diesem Moment ganz selbstverständlich übernehmen.

00:03:29: Oft geschieht das vollkommen unbewusst!

00:03:32: Wir denken nicht darüber nach, wir entscheiden uns morgens auch nicht.

00:03:36: heute übernehme ich genau diese Rolle.

00:03:39: es passiert einfach.

00:03:41: Heute lade ich dich dazu ein deine eigenen Rollen bewusst wahrzunehmen.

00:03:47: Allein diese Wahrnehmung eröffnet einen neuen Blick auf dich selbst und auch viele Situation in deinem Leben, denn alles was wir bewusst wahrnehmen wird klarer – und Klarheit eröffnet Möglichkeiten!

00:04:02: Bevor wir gemeinsam anschauen wie diese Rollen entstehen möchte ich Dich zu einer kleinen Beobachtungen einladen.

00:04:10: Denke einmal an die Menschen, denen du in den letzten Tagen begegnet bist.

00:04:16: Gab es jemanden bei dem du dich besonders verantwortlich gefühlt hast oder jemanden, bei dem Du sofort helfen wolltest?

00:04:26: Oder jemandem, bei der du ganz vorsichtig geworden bist?

00:04:30: Vielleicht fallen dir sogar mehrere Situationen ein!

00:04:33: Dann beobachte einmal wie unterschiedlich du Dich jeweils verhalten hast.

00:04:39: unterschiedliche Beziehungen laden uns oft ein ganz unterschiedlicher Rollen einzunehmen.

00:04:46: Das geschieht meist so selbstverständlich, dass wir es erst bemerken wenn wir einmal bewusst darauf achten.

00:04:54: und genau dort beginnt heute unsere gemeinsame Forschungsreise.

00:05:01: Vielleicht fragst du dich jetzt wie entstehen diese Rollen eigentlich?

00:05:06: Werden wir mit ihnen geboren oder entwickeln Sie sich im Laufe unseres Lebens.

00:05:12: Die meisten Rollen entstehen viel früher als uns bewusst ist, sie beginnen in den ersten Lebensjahmen – denn die Familie ist unser erster Erfahrungsraum!

00:05:25: Hier erleben wir zum ersten Mal wie Menschen miteinander umgehen, wie sie miteinander sprechen, wie diese Entscheidungen treffen, wie Sie lachen und streiten, wie Nähe entsteht, wie mit Gefühlen umgegangen wird wie Verantwortung übernommen wird.

00:05:41: Und wir beobachten all das mit einer Offenheit, die nur Kinder haben.

00:05:47: Kinder lernen nicht in erster Linie durch Erklärungen – sie lernen vor allem durch das was sie erleben!

00:05:56: Sie beobichten ihre Eltern, ihre Geschwister, Großeltern und die Menschen, die zu ihrem Alltag gehören.

00:06:03: Aus all diesen Beobachtungen entsteht nach und nach ein Bild davon, wie Leben funktioniert.

00:06:11: Gleichzeitig sammeln Kinder ihre eigenen Erfahrungen.

00:06:15: Sie spüren wann sie Anerkennung erhalten Wann sie Aufmerksamkeit bekommen Wann Nähe entsteht Und welche Verhaltensweisen auf Zustimmung treffen?

00:06:27: Aus diesen Erfahrungen entwickeln sich erste innere Orientierungen Noch bevor Kinderworte dafür finden, beginnt sich eine Richtung auszubilden.

00:06:39: Manche lernen früh Verantwortung zu übernehmen.

00:06:43: andere bemühen sich Konflikte zu vermeiden.

00:06:46: Wieder andere erleben dass sie besonders viel Anerkennung erhalten wenn sie leistungsstark sind oder wenn Sie sich um andere kümmern.

00:06:56: Mit der Zeit wiederholen sich diese Verhaltensweisen.

00:07:00: Was einmal hilfreich war, wird vertraut.

00:07:03: Und was vertraute geworden ist, fühlt sich irgendwann selbstverständlich an.

00:07:10: Später erweitert sich der Lebensraum!

00:07:12: Wir gehen in den Kindergarten und die Schule, wir schließen Freundschaften, beginnen eine Ausbildung, gehen im Beruf für ein Beziehung, gründen vielleicht selbst eine Familie – mit jedem neuen Lebensbereich begegnen uns weitere

00:07:27: Erwartungen."

00:07:28: und neue Möglichkeiten rollen einzunehmen.

00:07:32: Trotzdem greifen wir häufig auf das zurück, was in den ersten Lebensjahren bereits angelegt wurde.

00:07:40: Diese frühe Prägung bildet eine Art innere Grundausrichtung.

00:07:51: Sie entscheidet nicht über unser ganzes Leben, sie beeinflusst jedoch welche Rollen sich für uns vertraut anfühlen.

00:08:00: Dabei ist noch etwas wichtig.

00:08:03: Oft entsteht der Eindruck unsere Eltern hätten uns diese Rollen vermittelt – das stimmt!

00:08:10: Und gleichzeitig reicht der Blick noch etwas weiter.

00:08:15: Denn auch unsere Eltern haben ihre Vorstellung davon wie Leben funktioniert nicht selbst erfunden.

00:08:21: Sie sind ebenfalls in Familien aufgewachsen, auch sie wurden geprägt.

00:08:25: Auch sie haben gelernt was als selbstverständlich gilt.

00:08:30: so werden Vorstellungen darüber weitergegeben wie Partnerschaft gelebt wird wer Verantwortung übernimmt wer für Harmonie sorgt wer stark sein sollte Wer Gefühle zeigen darf oder wer sich lieber zurück nimmt.

00:08:45: Wie viele dieser Bilder sind älter als unsere Eltern?

00:08:50: Sie gehören zu der Kultur, in der wir leben.

00:08:53: Sie wurden über Generationen weitergegeben und erscheinen uns gerade deshalb so selbstverständlich.

00:09:01: Ich finde diesen Gedanken unglaublich spannend.

00:09:06: Wenn wir das erkennen verändert sich unser Blick.

00:09:09: Viele Rollen erzählen dann nicht mehr nur etwas über unser eigenes Leben.

00:09:14: Sie erzählen auch etwas über die Zeit, in der wir aufgewachsen sind.

00:09:19: Über die Werte unserer Familien, über gesellschaftliche Vorstellungen und über die Erfahrungen früherer Generationen.

00:09:28: Dieser Gedanke bedeutet nicht dass wir diesen Rollen ausgeliefert sind.

00:09:33: Er bedeutet auch nicht das unsere Eltern etwas falsch gemacht haben.

00:09:38: Jede Generation gibt das weiter was ihr selbst vertraut geworden ist oft mit der besten Absicht.

00:09:46: Und genau deshalb lohnt es sich, heute bewusster hinzuschauen!

00:09:51: Vielleicht erkennst du bei dir eine Rolle wieder – die Verantwortliche oder die zuerst fragt ob es allen anderen gut geht oder die starke oder die auch weitermacht wenn ihre eigenen Kräfte schon längst nachlassen?

00:10:05: Oder die angepasste?

00:10:08: Oder helfende, die sofort einspringt, wenn jemand Unterstützung

00:10:12: braucht?!

00:10:13: oder diejenige, die Harmonie bewahren möchte.

00:10:18: Oder die, die Spannungen ganz früh wahrnimmt und alles dafür tut dass sie gar nicht erst größer werden.

00:10:25: Vielleicht erkennst du dich in einer dieser Rollen wieder vielleicht auch in mehreren Denn wir übernehmen selten nur eine einzige Rolle.

00:10:36: Je nachdem mit welchen Menschen wir zusammen sind zeigen sich unterschiedliche Seiten unseres Verhaltens.

00:10:45: Rollen sind deshalb keine festen Schubladen.

00:10:48: Sie sind beweglich, sie verändern sich mit den Beziehungen in denen wir leben und sie erzählen immer eine Geschichte darüber wie wir gelammt haben mit dem Leben in Beziehung zu sein.

00:11:04: Deshalb berührt mich ein Gedanke auch immer wieder Rollen sind keine Masken, sie sind eher Antworten die wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben.

00:11:18: Antworten, die uns geholfen haben unseren Platz zu finden!

00:11:23: Die Orientierung gegeben haben, die Beziehungen möglich gemacht haben.

00:11:28: und genau deshalb verdienen Sie zuerst einmal unser Verständnis Wenn wir beginnen unsere eigenen Rollen zu erkennen entsteht häufig eine Frage Muss ich diese Rolle jetzt loswerden?

00:11:44: Ich glaube, diese Frage stellen sich viele Menschen und ich glaube dass sie aus einem Missverständnis heraus entsteht.

00:11:51: Rollen sind keine Fehler!

00:11:53: Sie sind Ausdruck unserer Lebensgeschichte.

00:11:57: Sie zeigen wie wir gelammt haben mit anderen Menschen in Beziehung zu sein – und sie haben uns oft über viele Jahre begleitet.

00:12:07: Manche Haben uns Sicherheit gegeben, andere haben uns geholfen Konflikte zu vermeiden.

00:12:13: Wieder andere haben dafür gesorgt dass wir dazugehören konnten.

00:12:19: Deshalb verdienen sie zuerst einmal unseren Respekt Denn Sie waren häufig eine gute Antwort auf die Lebenssituation in der sie entstanden sind.

00:12:30: Gleichzeitig verändert sich das Leben.

00:12:34: Wir werden älter Unsere Beziehungen verändern sich, neue Erfahrungen kommen hinzu und manchmal bleibt eine Rolle bestehen obwohl die Situation aus der sie entstanden ist längst vergangen ist.

00:12:49: Vielleicht erkennst du das?

00:12:51: Du übernimmst sofort Verantwortung auch dann wenn andere ihre Aufgaben gut selbst erledigen könnten.

00:12:59: oder du entschuldigst dich für Dinge für die du gar nichts kannst Oder du kümmerst dich um alle anderen und bemerkst am Abend, dass Du Dich selbst den ganzen Tag über kaum wahrgenommen hast.

00:13:14: Vielleicht fühlst Du DICH auch für Stimmungen in einer Gruppe verantwortlich oder du glaubst immer stark sein zu müssen, obwohl Du Dir gerade wünscht, Dich einfach einmal anlehnen zu dürfen.

00:13:28: All diese Rollen haben irgendwann Sinn ergeben!

00:13:32: Die spannende Frage lautet heute deshalb, passen Sie noch zu deinem Leben?

00:13:39: Allein diese Frage kann etwas in Bewegung bringen.

00:13:42: Denn in dem Moment, in dem wir eine Rolle erkennen entsteht ein kleiner Abstand!

00:13:48: Wir erleben uns nicht mehr ausschließlich innerhalb dieser Rolle – wir beginnen sie bewusst wahrzunehmen und genau dort wächst ein neuer Handlungsspielraum.

00:14:00: Wie leicht erinnerst du dich an die letzten Folgen?

00:14:03: Wir haben darüber gesprochen, wie Prägungen entstehen.

00:14:06: Warum sie so stabil bleiben?

00:14:08: Welche Rolle Schuld und Scham dabei spielen?

00:14:12: Heute sehen wir, wie sich all das im Alltag zeigt – in den Rollen, die wir fast automatisch übernehmen!

00:14:21: Veränderung beginnt häufig erstaunlich leise.

00:14:24: Sie zeigt sich in einem einzigen Augenblick bewusster Wahrnehmung.

00:14:28: In dem Moment, in dem wir erkennen, hmmm interessant gerade übernehme ich wieder diese vertraute Rolle.

00:14:37: Allein dieser Gedanke verändert bereits etwas denn er macht sichtbar was vorher unbewusst war und alles was bewusst wird.

00:14:45: er öffnet uns neue Möglichkeiten.

00:14:49: Ich möchte dir deshalb zum Abschluss eine kleine Beobachtungsaufgabe mitgeben.

00:14:55: Nimm dir in den nächsten Tagen immer wieder einen kleinen Moment Zeit, vielleicht bevor du deine Eltern besuchst, bevor du ein Gespräch mit deiner Partnerin oder deinem Partner führst vor einem Meeting oder wenn du mit guten Freunden zusammen bist und dann frage dich welche Rolle nehme ich gerade ein?

00:15:17: Wie fühlt sie sich an?

00:15:19: Gibt sie mehr Kraft oder kostet sie Energie?

00:15:23: und beobachte anschließend, ob sich noch eine weitere Möglichkeit zeigt.

00:15:29: Eine Möglichkeit die sich heute stimmiger anfühlt!

00:15:34: Vielleicht wird es überrascht sein wie oft sich bereits durch diese kleine Frage etwas verändert.

00:15:41: Denn Rollen verlieren ihre Selbstverständlichkeit wenn wir sie bewusst wahrnehmen Und genau darin liegt ihre Einladung.

00:15:50: Sie machen sichtbar, wie wir gelernt haben mit dem Leben in Beziehung zu sein und sie erinnern uns daran dass Entwicklung ein fortlaufender Weg ist.

00:16:02: Mit jeder neuen Erfahrung dürfen wir unser Leben ein Stück bewusster gestalten und vielleicht entdeckst du dabei nach und nach etwas das schon immer da war etwas, das tiefer reicht als jede einzelne Rolle.

00:16:19: Einen Teil von dir der all diese Rollen kennt, der sie übernehmen kann, der sich verändern kann und er gleichzeitig viel mehr ist als jede Einzelne von diesen Rollen.

00:16:34: Ich danke dir dass du heute wieder mit mir unterwegs warst Und ich freue mich wenn Du bei der nächsten Folge wieder dabei bist.

00:16:44: Bis dahin wünsche ich dir viele bewusste Begegnungen mit anderen Menschen und vor allem mit dir selbst.

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